Countries i will visit on my journey

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Flags of all countries

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Friday, 15 September 2023

Hobbiton

-Von Katharina und Raphi-
Zeitraum  15. September 2023

Was darf bei einer Neuseelandreise nicht fehlen? Richtig, einen der vielen Drehorte von Der Herr der Ringe oder Der Hobbit zu besuchen. Eine der besten Möglichkeiten dazu ist ein Stop bei den Auenland-Hobbits in Hobbiton.
Schon bei der Anfahrt merkt man warum der Reggiseur Peter Jackson dieses idyllisches Plätzchen auf der Alexander-Farm nahe Matamata für den Drehort ausgewählt hat: Sanfte Hügel und grüne Wiesen mit kleinen Wäldchen und Millionen von Schafen. Interessanterweise hat es aber kein einziges Schaf in die Filme geschafft. ;-)

Das Filmset kann nur in Form einer geführten Tour besichtigt werden, welche ca. 2 Stunden dauert.
Wir betreten das Auenland an genau jener Schwelle, wo sich Bilbo damals in sein großes Abenteuer mit den Zwergen aus Erebor aufmachte.

Einige Hobbithöhlen liegen direkt vor uns. Dem Film nach sind das aber keine finsteren und feuchten Erdlöcher, sondern gemütliche, kleine und sehr wohnlich eingerichtete Behausungen. Weshalb die Hobbits es vorziehen sie Hobbithäuser zu nennen.

Wir spazieren vorbei am Haus des Fischerhobbits, Imkerhobbits, Käsehobbits, den Gärten von Lobelia Sackheim Beutlin und dem Häuschen von Samweis Gamdschie, Frodos treuen Gefährten. Alle Behausungen sind leider nur von außen zu betrachten, man kann sie nicht betreten. Denn hinter der Haustür befindet sich nicht viel... Die ganzen Filmszenen im Inneren der Hobbithäuser wurden nämlich in Filmstudios in Wellington gedreht.




An der Hügelkuppe thront Beutelsend, das große Hobbithaus von Bilbo Beutlin.
Nur Eintreten darf man als Besucher leider nicht, denn geladen sind nur Partygäste. Das steht auch groß und deutlich vor Bilbos Gartentor geschrieben. :-)


Den Hügel runter gehts vorbei an weiteren Behausungen zum Partyhügel, wo Bilbo damals seinen 111-ten Geburtstag feierte.
Hier entsteht auch gerade eine neue Attraktion: Zwei identisch aufgebaute Hobbithäuser, die man ab Dezember 2023 dann auch wirklich betreten darf, um das Innere dieser Behausungen zu bestaunen.

Der Weg führt uns weiter über eine steinerne Brücke zum grünen Drachen. Hier werden alle Besucher auf ein Getränk eingeladen und es bleibt noch etwas Zeit das Gasthaus und die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden.



Danach endet leider die Tour durchs Auenland schon wieder, der letzte Stop ist der angrenzende Fan-Shop mit vielen tollen Artikeln rund um die beiden Filmtrilogien.

Wir verlassen das Auenland und machen uns auf ins Landesinnere...

Thursday, 14 September 2023

Coromandel Halbinsel

-Von Katharina und Raphi-
Zeitraum  12. - 14. September 2023

In Thames scheint am nächsten Tag schon wieder die Sonne. Wir wollen eine kleine Wanderung im Landesinneren machen, und fahren dazu zum nahegelegen DOC (Department of Conservation) Center um ein paar Infos zu bekommen. Wir beschließen die sogenannten Pinnacles zu erklimmen.
Die Strecke ist sehr abwechslungsreich. Wir starten im dichten Märchenwald, vorbei an Farnen so groß wie Palmen, kleinen Wasserfällen und Naturpools, über Steine, Stiegen und Hängebrücken.
Nach zirka 1,5 Stunden erreichen wir eine Hochebene, auf der es durch hohes dichtes Buschwerk geht. Keine Aussicht und abseits vom Weg scheint es undurchdringlich und relativ feucht zu sein. Immer wieder sehen wir Warnschilder, dass man unbedingt auf den Wegen bleiben soll. Nicht nur zum Schutz der Natur, sondern auch um nicht verloren zu gehen... Das können wir uns hier sehr gut vorstellen!
Eine Stunde später erreichen wir nach ein paar kleinen Kraxeleien und Leitern die Aussichtsplattform der Pinnacles. Von hier oben kann man die vor ihm liegende Halbinsel gut überblicken. Es ist aber sehr windig und wolkig, weshalb wir uns nach kurzer Pause auch gleich wieder auf den Rückweg machen. Genau rechtzeitig, denn zurück beim Auto beginnt es zu nieseln.
Das schnelle Bad bei den berüchtigten Hoffmann Pools (ein natürliches Staubecken im Bach, wer aber die Becken beim Steyrsteg Biwak oder den Ötschergräben kennt, hat hier nichts verpasst ;) ) geht sich trotzdem noch aus! 






Für den nächsten Vormittag haben wir eine Zipline-Tour gebucht. Da unser Übernachtungsplatz noch im kalten Bergschatten liegt, beschließen wir erst unterwegs zu frühstücken und brechen zeitig zu unserem rund 60 km entferntem Ziel in Coromandel Stadt auf. Zum Glück haben wir genug Zeit eingerechnet, den die erlaubten 100km/h kann man auf der schalen und kuviegen Küstenstraße nirgends einhalten. Wir kriechen mit rund 40 km/h dahin.

Beim der Driving Creek Zipline angekommen, geht es für uns zuerst mal mit einer kleinen, ehemaligen Goldgräberbahn durch dichten Baum-Farn Wald bergauf, um anschließend über 8 Zip-Lines wieder runter zum Ausgangspunkt zu sausen. Zwischendurch erzählen uns die beiden Guides immer wieder etwas über die Gegend. Wie nach der Kauri-Baum Abholzung der Goldrausch kam, und heute Neuseeland mit einer Oppossum-, Ratten- und Wiesel-Plage kämpft. Aber auch, wie man Kopfüber hängend auf der Zipline eine gute Figur macht.



Nach diesem Abenteuer stärken wir uns mit Fish&Chips am nahe gelegenen Strand und machen noch einen kleinen Verdauungsspaziergang entlang der Küste und durch einen Wald, in dem wir auch bei einem rund 800 Jahre alten Kauri-Baum vorbei kommen. Es ist schon sehr beeindruckend, wie mächtig der Gigant im Wald steht und wenn man sich vorstellt was er schon alles miterlebt hat...

Am späten Nachmittag düsen wir noch auf die andere Seite der Halbinsel, wo uns die nette Dame aus der Touristeninfo in Coromandel eine Kajaktour für den nächsten Tag gebucht hat.


Die Kajaktour starten wir am nächsten Morgen in der Bucht neben Hahei, der sogenannten Cooks Bay. Hier ankerte einst der englische Seefahrer und Entdecker James Cook. Eine Boje markiert heute noch seinen genauen Ankerplatz.
In Neuseeland ist Kajaken echt einfach: Zuerst wird ein bisserl raus gepaddelt, dann stellen sich alle Kajaks (wir waren eine Gruppe von vier 2er-Kajaks) nebeneinander und bilden eine Art Floß indem sie sich gegenseitig fest halten. In den zwei äußeren Kajaks ziehen die vier Personen dann ein Segel hoch: Hinten wird das Segel an den Paddeln befestigt und hochgehalten, Vorne wird das Segelende niedrig am Kajak gehalten. So kann der Wind von Achtern (von Hinten) reinblasen und ab geht die Post!


Kurz vor dem No-Name-Beach wird es aber schon wieder eingeholt und wir legen am Strand eine kurze Pause mit heißer Schokolade ein.
Gestärkt geht es weiter zur berühmten Cathedral Cove. Seit einem Felssturz Anfang des Jahres ist hier Anlanden leider nicht mehr möglich, da es zu gefährlich ist. Der einzige Weg den schönen Felsdurchbruch zu besichtigen ist daher vom Wasser aus.


Gegen Mittag stranden wir wieder am Hahei Beach und düsen mit dem Auto gleich weiter zum Hot-Water-Beach.
Dieser Sandstrand ist nur bei Ebbe interessant. Bei Flut ist der Bereich, in dem heißes Wasser aus dem Sand an die Oberfläche tritt, leider geflutet. Wir kommen gerade noch rechtzeitig und müssen nicht mal ein Loch in den Sand buddeln, denn einige gegrabene Becken stehen schon leer. Im heißen Wasser, welches sich in den Becken sammelt erholen wir uns schnell von den vormittäglichen Strapazen.
Zum Abkühlen spaziert man einfach ein paar Meter weiter in die Brandung des doch eher frischen Pazifiks. Die einsetzende Flut spült schließlich alle gegrabenen Becken wieder weg. Bei der nächsten Ebbe können die Besucher somit wieder neue Hot-Pools in den Sand graben...


Um Salz und Sand abzuwaschen suchen wir uns einen Campingplatz in Athenree - wieder mit heißen Pools! Diesmal aber zivilisiert in richtige Becken eingefasst und für Campinggäste inklusive.
In rund 40°C heißen Wasser genießen wir den Abend und freuen uns schon auf die nächsten Abenteuer in Neuseeland..

Monday, 11 September 2023

Unterwegs in Northland

-Von Katharina und Raphi-
Zeitraum  4. - 11. September 2023

Beim Jucy Verleih in Auckland Jucy tauschen wir das Auto gleich zu Beginn gegen ein anderes. Das erste stinkt stark nach Rauch und unter der Rückbank finden wir sogar Zigarettenstummel. Ist aber alles kein Problem, denn es stehen noch viele weitere Mietautos bei Jucy herum.

Anschließend geht es weiter zum Einkaufen und wir entschließen uns Auckland am selben Tag noch hinter uns lassen und nordwärts aufzubrechen, um das sogenannte "Northland" (Provinz nördlich von Auckland) zu erkunden. Bei Regen, schlechter Sicht, Linksverkehr, Stau und doppelten Kreisverkehren gehts nochmals durch Auckland durch bis nach Warkworth wo wir einen Parkplatz als ersten Campingplatz nutzen.

Generell sind sie in Neuseeland sehr streng, was die Wahl des Campingplatzes betrifft. Irgendwo am Straßenrand zu campieren wird (angeblich) mit einer Strafzahlung geahndet. Zum Glück gibt es einige Apps, die einem genau sagen, wo sich die nächsten Übernachtungsmöglichkeiten befinden - Campingplätze oder sogenannte Freedom Campsites. Dann muss noch unterschieden werden, ob das Auto "Self-Contained" (=in sich geschlossen; SC) ist oder nicht. Bei unserem Jucy würde das Abwaschwasser direkt auf die Straße fließen, wir sind also nicht SC und haben daher auch nicht den entsprechenden Aufkleber auf der Heckscheibe picken. Das schränkt leider die Auswahl der Übernachtungsplätze extrem ein, irgendwo findet sich aber immer ein Platzerl. Richtige bezahlte Campingplätze gibt es hier aber auch zu Hauf.

Am nächsten Morgen scheint zum Glück wieder die Sonne und wir entschließen uns einen kurzen Morgenspaziergang durch den angrenzenden Park zu machen bevor wir uns wieder ins Auto setzen. Am Parkeingang muss man gleich eine Schuhputz und -Desinfektionsstation passieren. Dadurch wird sichergestellt, dass die für Kauri Bäume tödliche Krankheit "Kauri dieback", nicht mit eingeschleppt wird. 

Am Weg gen Norden stoppen wir am Uretitit Strand, und staunen nicht schlecht als wir einen kilometerlangen weißen Sandstrand vor uns haben, der auf der einen Seite von schäumenden Wellen, auf der anderen Seite von gelb leuchtendem Ginster eingegrenzt wird.



Am weiteren Weg liegen auch die unter den weltweit Top 100 gelisteten WCs, nämlich die Hundertwasser Toiletten in Kawakawa. Natürlich darf ein Besuch Dieser mit Erprobung der Funktionsfähigkeit nicht fehlen.

Abends suchen wir einen Campingplatz, auf dem Raphi und seine Familie 2015 schon mal übernachtet haben. Die dazu gehörenden heißen Ngawha seien den kleinen Umweg allemal wert. Aber leider war die Suche vergebens. Der Campingplatz wurde geschlossen, wir fahren wieder zurück nach Oheawai und übernachten wieder auf einem Parkplatz.


Unser heutiges Tagesziel: Cape Reinga. Der nördlichster Punkt Neuseelands, wo sich die Tasmanische See und der Pazifik treffen.
Nach einem kleinen Spaziergang ist der Leuchtturm am Cape erreicht. Leider sind alle anderen Trails, welche auch runter zum Strand führen, gesperrt und selbst der Leuchtturm ist aktuell mit Baustellenzaun abgesperrt. Die Aussicht von dort aufs offenen Meer und die Strände ist aber trotzdem phantastisch.



Am Weg retour in den Süden schlagen wir unser Nachtlager auf einem Campingplatz am 90 Meilen Strand auf, der ja eigentlich nur 60 Meilen lang ist... Wir kommen gerade noch rechtzeitig um den wunderschönen Sonnenuntergang am Strand zu bewundern, sind aber nicht die einzigen dort. Während wir auf einer Sanddüne stehen und die letzten Sonnenstrahlen genießen, zischen unter uns Pickups und weitere Fahrzeuge vorbei. Der 90 Mile Beach darf nämlich als einer von wenigen Stränden Neuseelands von Autos und Klein-LKWs befahren werden. Hier empfiehlt sich aber unbedingt ein Allrad betriebenes Fahrzeug. Denn bleibt man im Sand stecken wird das Gefährt schnell ein Opfer der Flut. Bilder auf Warnschildern veranschaulichen das glaubwürdig.


Den Tag darauf beginnt Raphi barfuß mit einen Morgenlauf am 90-Mile Beach, und bereut es aber schnell... Der feuchte, harte Sand wirkt wie Schleifpapier auf den Füßen. Hornhaut weg, dafür Brandwunden.

Autofahren geht trotzdem, kurz zumindest. Denn schon nach kurzer Fahrt Richtung Süden leuchtet plötzlich die Batterie-Warnleuchte auf und wir halten bei der nächsten Möglichkeit am Parkplatz des Golden-Sand-Strandes. Jucy schickt uns ein AA Roadservice Auto vorbei. Der Mechaniker macht ein paar kurze Tests mit seinem Prüfgerät und stellt fest, das unsere Lichtmaschine kaputt ist und wir mit dem Auto noch maximal 30 Kilometer weit gekommen wären. Wir lassen uns also von Jason vom Far-North-Towing Abschleppdienst zu einem netten Campingplatz in Whatuwhiwhi (gesprochen: Watafifi) abschleppen, am nächsten Morgen soll ein weiterer Mechaniker kommen, der die Lichtmaschine hoffentlich repariert. 

Wiedermal sind wir von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Neuseeländer überwältigt. Beide Mechaniker telefonieren für uns herum, organisieren uns den Campingplatz, bieten uns an, noch schnell zum Einkaufen auf der Strecke halt zu machen, weil wer weiß, wir lange wir auf dem Campingplatz festsitzen... 


Den nächsten Vormittag verbringen wir am Campingplatz mit Warten auf den Mechaniker, der dann aber eh nicht kommt. Stattdessen informiert uns Jucy, dass sie ein Ersatzauto von Auckland rauf schicken werden. Wegen der Entfernung wird der Ersatzwagen aber erst Abends bei uns eintreffen.
So verbringen wir den Nachmittag am nahegelegenen Strand und wandern die Küste entlang. 


Abends kommt dann auch der Laster mit dem Ersatzauto. Wir tauschen die Autos und stellen erfreut fest, dass unser neues Auto um einiges unverbrauchter ist, eine bessere Innenausstattung besitzt wie beispielsweise 2 Dachfenster und um einige Kilometer weniger drauf hat. 


Am nächsten Vormittag können wir endlich wieder Richtung Süden losfahren. Unser Ziel ist die Bay of Island, in der Whaitangi, der historische Gründungsplatz der Nation, liegt. Der 1886 unterzeichnete Vertrag von Whaitangi hält die Gleichstellung von Maori und Engländer fest. Zentrum den weitläufigen Museums sind das ehemalige Wohnhaus von James Busby, der zwischen Maori und Engländer vermittelte, sowie ein Versammlungshaus der Maori. Bei einer Cultural Experience Tour erfahren wir, dass diese Häuser normalerweise immer Richtung Osten, Richtung Hawaiki, ausgerichtet sind. Die einzige Ausnahme ist jenes auf Whaitangi, das zu Richtung Busbys Wohnhaus schaut. Unser maorischer Guide erklärt, es sei ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber der Engländer, oder, mit Augenzwinkern, um die Engländer besser im Auge zu behalten...

Unser nächstes Ziel ist die Waipu-Cave. Diese Höhle kann man mit festen Schuhwerk und Stirnlampe auf eigene Faust erkunden und im Inneren der Höhle soll man neben Stalagmiten und Stalaktiten auch die Glühwürmer sehen.

Eigentlich ist es eine Mückenart, die nur in Neuseeland heimisch ist und die längste Zeit ihres Lebens als Larve verbringt. Die Larven lieben dunkle feuchte Umgebungen. Sie sitzen an der Decke und lassen ihre gesponnenen, seidenen Fäden von der Decke herabhängen. Durch ihr blau-grünes Leuchten locken sie andere Insekten an, die sich dann in den Fäden verfangen. 

In der Höhle ist es sehr matschig und nass. Einige Male müssen wir einen unterirdischen Bach überqueren. Nach zirka 15 Minuten kraxeln, Schlammrutschen und Steine-balancieren, stehen wir vor einer Höhlenwand und kommen nicht weiter. Nach ausknipsen unserer Stirnlampen sehen wir aber tausende dieser Glühwürmer leuchten. Es scheint, als stünde man unter freiem Nachthimmel und blickt rauf zu den Sternen, einfach wunderschön. Trotzdem sind wir froh, als wir anschließend die dunkle und nasse Höhle verlassen und wieder das Tageslicht erblicken.



Bevor wir Northland verlassen, düsen wir noch an die raue Westküste, die für ihre schwarzen Strände bekannt ist. Hier beobachten wir eine Spotttölpel (engl. gannet) Kolonie, die in den steilen Felswänden der Küste nisten. Raphi ist besonders von ein paar Surfern fasziniert, welche ihr Glück in den Brandungswellen versuchen.

Wieder in Auckland angekommen machen wir einen kurzen stop beim One Tree Hill. Einer der vielen, lange erloschenen Vulkane, auf welchen die Stadt aufgebaut ist. Heute fungieren sie als gute Aussichtspunkte. Oben angekommen schlägt leider das Wetter um und es beginnt zu regnen.

Bei Schlechtwetter sind wir dann noch shoppen gegangen und haben uns günstige Trailrunning Schuhe gekauft. Wir haben uns nämlich vorgenommen Neuseelands wunderschöne Natur auch manchmal laufend zu erkunden - und das möglichst Füße- schonend ;)

Am Abend fahren wir bei starkem Regen weiter nach Thames auf der Coromandel-Halbinsel. Hier wollen wir die nächsten Tage verbringen.


Wednesday, 6 September 2023

Neuseeland 2023: Sydney und Auckland

-Von Katharina und Raphi-


28. August 2023, 5:00 Uhr Früh: Das elterliche Taxi steht vor der Haustür bereit und bringt uns direkt zum Linzer Hauptbahnhof. Per Zug geht es weiter nach München zum Flughafen. Gepäck einchecken und mit einer Stunde Verspätung heben wir dann auch schon ab. In Singapur müssen wir umsteigen. Leider haben wir nur wenig Zeit um zum Anschlussflug zu gehen, weshalb wir uns nur den Butterfly Garden anschauen können. Das Kakteen Haus, den 40-Meter-Wasserfall und andere nette Plätze am schönsten Flughafen der Welt müssen wir leider auslassen.
Nach 28 Stunden Reisezeit sind wir dann am Abend endlich angekommen- Sydney! Die Kontrollen am Flughafen erweisen sich als weniger streng als angenommen, wir sind schnell durch und sitzen dann auch schon im Zug Richtung Zentrum zu unserem Hostel. Einchecken und von der Reise erschöpft ab ins Bett. Dafür ist hoffentlich auch der Jetlag am nächsten Tag nicht so tragisch... :-)

Sydney:
Drei volle Tage verbringen wir in Sydney um uns zu akklimatisieren und den Jetlag zu überwinden, es sind ja doch immerhin 8 Stunden Zeitunterschied zu Österreich. Das Wetter ist (vor allem am ersten Tag) erstaunlich warm und sehr Sonnig und das obwohl dort eigentlich noch Winter ist. Die Hosenbeine sind zum Glück schnell abgezippt und die zwei Pullis ausgezogen. So spazieren wir an der Uferpromenade entlang, durch den Botanischen Garten, zum Opernhaus, unter der Harbour Bridge und durch "The Rocks" wieder zurück zum Hostel. Für den ersten Abend haben wir uns gleich Opernkarten für Miss Saigon geckeckt. Leider schüttet es am Hinweg wie aus Kübeln, sodass wir vom Sommergewand gleich wieder abkommen und auf Regengewand wechseln. Die Oper selbst was sehr sehenswert, das Opernhaus von Innen auch ganz nett. Aber ehrlich gesagt, hätten wir es uns "besonderer" vorgestellt. Während Corona wurde es auch renoviert, davor war angeblich die Akustik sehr schlecht...



Den zweiten Tag planen wir als Strandtag und fahren mit dem Bus zum Bondi Beach. Nach einer kurzen Abkühlung im Ozean brechen wir auf um den Coastal Walk von Bondi Beach zum Coogee Beach zu machen. Ein sehr netter, 6 km langer Spaziergang entlang der teils felsigen Küste wo aber immer wieder kleine Sandstrände für Abwechslung sorgen und zum Baden einladen. Der Walk wird nicht umsonst als einer der schönsten Coastal Walks Australiens beschrieben. Zurück im Zentrum schließen wir uns noch einer Free Walking Tour "The Rocks" an. Die Gegend wo die ersten europäischen Siedler, Verbrecher und Diebe aus England hausten, war damals nicht mehr als Steine und Felsenküste. Von dem auch schließlich der Name "The Rocks" abstammt. Heute ist es aber eine nette touristische Gegend gesäumt mit kleinen Bars, Gassen und Restaurants.




Den 3. Tag verbringen wir im Zentrum - bei der großen Free Walking Tour "Sydney Sights" spazieren wir nochmal eine große Runde durch die Stadt und lernen Allerlei Interessantes über die Geschichte der doch noch sehr jungen Stadt. Raphi besucht auch das Harbour Bridge Museum, welches sich in einen der Brückentürme befindet. Oben angekommen hat man einen schönen Ausblick über Sydney und die beiden Wahrzeichen der Stadt, Harbour Bridge und Opera House.
Den restlichen Tag nutzen wir um uns auf Neuseeland vorzubereiten. Morgen geht es mit dem Flieger schon Richtung Auckland...



Auckland:
Am 2. September Mittags geht unser Flug von Sydney nach Auckland. Am Flughafen hilft uns ein älterer Herr den richtigen CheckIn-Schalter zu finden. Auf Grund der niedrigen Löhne und keiner staatlichen Pension wird hier wesentlich länger als bei uns gearbeitet...

Nach rund zwei Stunden Flug landen wir am späten Nachmittag in Auckland. Dieses mal sind die anschließenden Kontrollen strenger. Wir werden öfters gefragt, ob wir etwas zu deklarieren haben, ob wir Outdoor Equipment dabei haben etc. Unsere Wanderschuhe werden inspiziert, Raphis Zelt muss kontrolliert werden. Neuseeland ist da echt dahinter und unternimmt alles um keine Keime/Schädlinge/Pilze von anderen Ländern einzuschleppen. 15 Minuten später erhalten wir das Zelt aber wieder und können vom Flughafen Richtung Stadt aufbrechen.
Rund eine Stunde fährt man mit Bussen ins Stadtzentrum. Es ist wesentlich kühler als noch in Sydney. Auffallend bei der Fahrt ins Zentrum ist auch die Multikulturalität. Jeder 3. Einwohner ist in Auckland ein Einwanderer. Ein Essenslokal schließt ans Nächste. Zum Abendessen entscheiden wir uns für ein Koreanisches Suppen Lokal, das direkt neben Neuseeländischen BBQ, Französischen Crepes und einem Asia Chicken Lokal liegt. 

Verglichen mit europäischen Städten gibt es in Auckland nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten. Wir spazieren durch die hügelige Stadt, schlendern zum Hafen und durch einen schönen großen Park. Wolkenverhangen und sehr windig mit teils leichten Regen prägen die Tage in Auckland. Wenn das Wetter richtig regnerisch gewesen gewesen wäre, hätten wir das National Museum, welches über der Stadt thront, als Schlechtwetterplan noch in Petto gehabt.

Am 2. Tag in Auckland machen wir uns auch schon auf um unser Mietauto für die nächsten 2 Monate abzuholen, den "Crib" von Jucy. Das große Abenteuer "Explore New Zealand" beginnt...



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